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Gesangverein 1845 e. V. Nack
Chronik des Gesangvereins 1845 e. V. Nack

Am 22. Dezember 1845 wurden unter der Leitung von Herrn Lehrer Gerkhard und dem Vorsitzenden, Herrn Schweizer, der Gesangverein gegründet, Satzungen ausgearbeitet und dieselben durch den Vorsitzenden dem damaligen Bürgermeister überreicht, mit der Bitte um Weiterleitung an das Kreisamt. Die Genehmigung der Statuten erfolgte am 23. März 1846 durch das Kreisamt. Am 4. März 1857 legte der Chorleiter, Herr Philipp Weiß, die Statuten erneut dem Kreisamt vor. Hierdurch nannte sich der Verein plötzlich „Gesangverein 1857 Nack".

Aus den Unterlagen geht weiter hervor, dass sich am 17. Dezember 1872 ein zweiter Gesangverein unter dem Zepter des Herrn Lehrers Siegler mit dem Namen „Eintracht" gebildet hat.

Beide Vereine machten es sich stets zu ihrer vornehmsten Aufgabe, das deutsche Lied zu pflegen.

Am 9. und 10. Juni 1907 feierte man das 50-jährige Jubiläum des Gesangvereins mit Fahnenweihe. Diese Fa hne ist heute noch im Besitz des Vereins.

Schon lange vor dem ersten Weltkrieg haben beide Vereine ihr Können unter Beweis gestellt und sich oft an Gesangswettstreiten beteiligt, wo sie auch immer preisgekrönt hervorgingen. Als nach dem ersten Weltkrieg die Vereine ihre aktive Tätigkeit wieder aufnehmen wollten, haben sich, getrieben von der ungünstigen Wirtschaftslage und dem Wunsche vieler Sänger folgend, die beiden Vereine im August 1921 zusammengeschlossen. Der Verein erhielt den Namen „Gesangverein 1857 Nack". Einen markanten Punkt der neueren Geschichte des Vereins bildet sein erster Liedertag im Juni 1923, an dem 13 Gesangvereine mitwirkten.

Am 30. Mai 1937 beging der Verein sein 80-jähriges Jubiläum, verbunden mit dem Kreisleistungssingen des Sängerkreises Alzey, an dem 15 Vereine teilnahmen. Der zweite Weltkrieg schlug tiefe Wunden und beklagte den Tod vieler Sänger. Mit dem Ende des Krieges erlosch die V ereinstätigkeit gänzlich, als die französische Militärregierung jegliches Vereinsleben untersagte. Als sich die Verhältnisse konsolidierten, traten idealgesinnte Sänger auf den Plan. Am 13. Februar 1950 wurde durch den Landrat des Landkreises Alzey die Gründungsversammlung des Gesangvereins genehmigt und unter dem langjährigen Vorsitzenden, Herrn Jakob Correll, ins Leben gerufen. Unter seiner Führung, dirigiert von Kreischorleiter Wilhelm Weber aus Ober-Saulheim, nahm der Chor einen ungeahnten Aufschwung. Es folgte 1951 das erste Kreisleistungssingen in Wöllstein und 1952 ein Leistungssingen vom Männerchor und gemischten Chor in Wöllstein, mit einem nunmehr 80 Personen starken Chorkörper.

Da die Lokalitäten in Nack für diesen starken Chor zu klein waren entschloss man sich, einen Raum für den Verein zu schaffen In einer außerordentlichen Generalversammlung am 3. November 1951 wurde die Idee v om Bau einer Sängerhalle besprochen und diskutiert. Mit überwältigender Mehrheit wurde der Beschluss gefasst zum Bau der Sängerhalle.

Saengerhalle Nack

Am 23. August 1952 wurde dann die Sängerhalle im Rahmen einer Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben. Als erstes Chorwerk erklang an diesem Abend der „Weihechor". Es folgte am 18. und 19. Juli 1953 die Einweihung des Sängerheimes verbunden mit dem Kreisleistungssingen. Beides wird immer ein ruhmreiches Stück Vereinsgeschichte darstellen.

Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war das 100-jährige Jubiläum vom 15. bis 17. Juni 1957 mit gleichzeitiger Fahnenweihe. An diesem Fest nahmen über 1000 Sängerinnen und Sänger aus 21 Vereinen teil.

Am 1. Juni 1958 wurde dem Verein in einer Feierstunde die Zelterpiakette verliehen. Der Verein nahm an zahlreichen Auftritten, z.B. Kreisleistungssingen, Bezirkssingen, Freundschaftssingen sowie an deutschen Sängerbundesfesten teil.

Bei Aufräumungsarbeiten der Kreisverwaltung fand das Vereinsmitglied Herr Ernst Brück die Unterlagen von 1845. Am 6. April 1960 wurde der Verein von „Gesangverein 1857" in „Gesangverein 1845 e.V." umbenannt.

Die Sängerhalle wird vom Gesangverein, der Gemeinde und allen Ortsvereinen sowie auch Mitgliedern des Vereins, Privat-Personen und sogar von Nachbarvereinen zu Jubiläen genutzt und ist so der Mittelpunkt der Gemeinde.

Der Gesangverein hält seine Singstunde in der Halle ab. Zurzeit singen 30 Sängerinnen und Sänger im Chor, jeweils am Montagabend von 20.00 bis 21.30 Uhr. Jeder Bürger ist dazu willkommen. Besuchen Sie einmal die Singstunde und Sie werden sehen, wie froh es bei uns zugeht. Selbstverständlich sind wir auch über jedes nichtaktive Mitglied dankbar. Besuchen Sie uns, Sie werden es nicht bereuen!